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Wildschweine werden von Border Terriern gejagt
Mädchen und Border Terrier
Der Border Terrier als Jagdhund

Da die Jagd nur einen kleinen Teil des Lebens von Jagdhund und Jäger ausmacht, ist es wichtig, dass der Jagdhund auch als Familienhund fungiert. Eine Eigenschaft vieler Border Terrier, die von Jägern heutzutage besonders geschätzt wird, ist ihre Fähigkeit, gewissermaßen „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ zu sein – mal ein geduldiger Spielkamerad für die Kinder zu Hause, mal auf der Jagd nach Wildschweinen im Wald. Dank seiner Größe ist der Hund zudem leicht zu handhaben, bleibt gesund und gehört laut sambla.se zu den drei günstigsten Hunderassen.

Studien zeigen, dass die Persönlichkeitsunterschiede zwischen einzelnen Hunden größer sind als zwischen Rassen. Daher kann man nicht von einer rassetypischen Mentalität sprechen. Viele Border Terrier haben jedoch gemeinsam, dass sie gesellig und ruhig sind und sich gut mit Kindern und anderen Haustieren verstehen. Bei der Jagd im Wald sind sie ausdauernd, besitzen einen guten Jagdinstinkt und großen Mut. Man sollte aber nicht vergessen, dass es sich um Terrier handelt. Außerhalb des Familienkreises werden Katzen und andere Kleintiere oft als Jagdbeute betrachtet.

Ein Border Terrier jagt alles, was Hufe, Pfoten oder Federn hat, doch mit der Zeit wird er tendenziell das Wild bevorzugen, das man für ihn erlegt. Wie bei allen Jagdhunden ändert sich sein Verhalten mit zunehmender Erfahrung und Ausbildung.

Treibjagd
Treibjagd

Der Border Terrier als kurzlaufender und offensiver Jagdhund

Der Border Terrier eignet sich besonders gut für kleinere Jagdreviere oder die Jagd in unterteilten Feldern. Sein Suchradius ist in der Regel nicht allzu groß, was von Vorteil ist, wenn kleinere Felder mit dazwischenliegenden Suchpausen abgesucht werden. Man möchte schließlich nicht, dass der Hund alle Felder auf einmal durchsucht oder einfach auf eigene Faust loszieht. Dies ist besonders wichtig, wenn sich stark befahrene Straßen in der Nähe befinden. Es gibt kaum etwas Schlimmeres für einen Hundeführer, als seinen Hund auf dem GPS-Gerät auf eine vielbefahrene Straße zulaufen zu sehen.
Eine häufig gestellte Frage bei der Diskussion über die Qualitäten des Border Terriers als Jagdhund ist, ob er während der Jagd bellt. Die meisten Border Terrier bellen, sobald sie in die Enge getrieben werden, verstummen dann aber, wenn sie dem Wild folgen. Es gibt jedoch auch Border Terrier, die bellen. Oft wird es geschätzt, dass der Border Terrier bellt, sobald er Wildkontakt hat; so wissen die Jäger sofort, wo sich das Wild befindet und in welche Richtung sie gehen müssen. Angesichts moderner Ausrüstung wie GPS-Trackern stellt sich jedoch die Frage, wie wichtig das Bellen während der Jagd tatsächlich ist.
Auch die Frage, wie weit ein Border Terrier Wild treibt, wird diskutiert, doch auch das ist sehr individuell und von vielen Faktoren beeinflusst. Die Antwort lautet daher: „Wie lang ist die Leine?“. Generell lässt sich aber sagen, dass der Border Terrier eher ein Jagdhund für kurze Distanzen ist; Border Terrier, die weite Strecken zurücklegen, sind eher selten.

Der Border Terrier als Jagdhund im Topf

Borderterrier.se verwendet bewusst nicht den Begriff „Pot Dog“; den Grund dafür finden Sie auf der Seite „Geschichte“.
Der Border Terrier wird zur Jagd, zum Wachdienst und zur Suche nach Füchsen, Dachsen und Marderhunden im Topf eingesetzt. Die Ausbildung für die Topfjagd ist in Schweden schwieriger geworden, da die Vorschriften für die Haltung von Dachsen und für Topfprüfungen verschärft wurden. In Finnland hingegen hat man die Bedeutung ausgebildeter Jagdhunde für die Topfjagd auf den eingeschleppten Marderhund erkannt. Dort werden jährlich 170.000 Marderhunde getötet, in Schweden breitet sich die Population nun von Norden her aus, und vielleicht wird sich auch hier die Notwendigkeit von speziell für die Topfjagd ausgebildeten Jagdhunden künftig anders bewerten.

Pot-Jagd
Pot-Jagd

Im Zusammenhang mit Stubenreinheitstraining sprechen wir üblicherweise von zwei unterschiedlichen Verhaltensweisen bei Border Terriern. Welches Verhalten der Hund zeigt, ist individuell – eher gelassen oder eher temperamentvoll?
Der Jäger sucht das Wild im Topf und legt sich in einiger Entfernung vom Dachs oder Fuchs hin. Er bellt, falls das Wild in eine Sackgasse flieht oder sich im Topf verkriecht. Dann gräbt er sich ein und steigt hinter dem Hund in den Topf hinab, um Wild und Hund zu erreichen. Da dies einige Zeit dauern kann, ist es wichtig, dass der Hund ausdauernd bleibt und das Wild nicht verlässt. Bewegt sich der Dachs oder Fuchs im Topf, folgt der Hund ihm.
Zur Fuchsjagd wird ein Blaster eingesetzt. Dieser Blaster ist so konstruiert, dass er den Fuchs verunsichert und ihn dazu bringt, den Topf zu verlassen. Der Hund sucht den Fuchs, bricht den Kontakt ab und sucht nach neuen Wegen im Topf. Manchmal steigt der Hund auch aus dem Topf und verschwindet wieder, vorzugsweise durch einen anderen Eingang. Dies verunsichert den Fuchs und veranlasst ihn, den Topf zu verlassen.

Der Border Terrier als Suchhund

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Suchhund, männlich, geboren 2016, „Enzo“ Wästborders Porthos

Border Terrier haben im Allgemeinen einen ausgeprägten Fährtentrieb und lassen sich daher leicht für die Fährtenarbeit ausbilden. Aufgrund ihrer hohen Arbeitsbereitschaft ist das Fährtentempo oft hoch und die Fährtenarbeit mitunter etwas holprig, insbesondere bei jungen Hunden. Gelingt es Ihnen jedoch, Ihrem Border Terrier ein ruhiges und methodisches Vorgehen beizubringen, kann er sich zu einem wirklich guten Fährtenhund entwickeln.
Es gibt Border Terrier, die zur Suche nach verkehrsgeschädigtem Wild eingesetzt werden. Ein Nachteil bei der Suche kann sein, dass der Hund zu leicht ist, um ein verletztes Tier gegebenenfalls zu Boden zu bringen. Aber auch hier gibt es individuelle Unterschiede, und viele Border Terrier können trotz ihres relativ geringen Gewichts beispielsweise verletzte Rehe zu Boden bringen.

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